Im Kanton Aargau hat die Landwirtschaft eine grosse Bedeutung. Es gibt 4000 Landwirtschaftsbetriebe und die gesamte Landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt 60’000 Hektaren. 2’500 Betriebe halten Rindvieh, 800 Schweine, 1’000 Schafe, 1’700 Hühner und auf 800 Betrieben werden Pferde gehalten.
Die Aargauische Landwirtschaft ist sehr vielseitig. Neben der Milch-, Fleisch- und Eier/ Geflügelproduktion geniesst auch der Gemüse-, Obst- und Weinbau einen hohen Stellenwert.
Um ein gepflegtes, vielfältiges Landschaftsbild und einen wertvollen Erholungsraum zu erhalten, brauchen wir leistungsfähige, produzierende und innovative Bauernbetriebe.
Die entscheidenden Grundlagen der Agrarpolitik werden von Bern bestimmt, aber auch die kantonalen gesetzlichen Bestimmungen sind von grosser Wichtigkeit. Deshalb fordere ich:

  • Erhaltung der produzierenden Familienbetriebe durch mehr unternehmerische Freiheit und somit weniger Bürokratie.
     
  • mehr Freiheiten bei der Realisierung von Projekten, damit ein zukunftsorientierter Betrieb seine Strukturentwicklung sowie Rationalisirungsmöglichkeiten voll ausschöpfen kann. Deshalb muss die Revision des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes zügig vorangetrieben sowie das Raumplanungs-und Gewässerschutzgesetz den heutigen Bedürfnissen angepasst werden
     
  • Der Kanton als Träger der Berufsbildung muss einer bedarfsgerechten Landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung sowie der Beratung bei optimalem Einsatz des Bildungsfranken hohe Priorität beimessen.
     
  • klare und eindeutige Deklaration von einheimischen sowie ausländischen Erzeugnissen
     
  • transparentere Preispolitik vor allem bei den Grossverteilern
     
  • sämtliche landwirtschaftlichen Produkte aus der Schweiz müssen auch in Zukunft von höchster Qualität , ökologisch produziert und auf die Bedürfnisse des schweizerischen Marktes ausgerichtet sein
     
  • die schweizerische Argrarpolitik muss eigenständig bleiben und darf sich keinesfalls der für die Schweiz realitätsfremden EU-Agrapolitik anpassen
     
  • Direktzahlungen dürfen nicht gekürzt werden, denn sie gelten jene gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, die nicht importiert werden können und welche die Landwirtschaft im Interesse der Schweizer Bevölkerung erbringt

Wir Aargauer Bauernfamilien haben viel zu bieten und dürfen trotz aller Herausforderungen zuversichtlich in die Zukunft sehen. Wir müssen aber bereit sein, den nötigen Einsatz dafür zu leisten.